#9 Interview mit Brigitte Hettenkofer – Wenn das Gehirn richtig taktet: ein Blick auf die Methode der Neuroresilienz{:}{:en}#9 Interview mit Brigitte Hettenkofer – Wenn das Gehirn richtig taktet: ein Blick auf die Methode der Neuroresilienz

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In diesem Interview geht es um unser Gehirn, genauer gesagt um die richtige Taktung. Brigitte Hettenkofer von www.neuroresilienz.de erzählt uns, was es damit auf sich hat und wie hilfreich es bei Stressabbau sein kann.

Anna Roth_BrigitteHettenkofer

Brigitte, was bedeutet genau „Neuro-Resilienz“?

Das Wort „Neuro“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Nerv“. Resilienz beschreibt die innere Widerstandskraft. „NeuroResilienz“ bedeutet also mentale Widerstandskraft.

Die Neuroresilienz hilft Menschen, wieder in ihre geistige Stärke zu kommen und wird mit der körpergestützten Mentaltechnik Neuroimagination® hergestellt. Diese ganzheitliche Entstressungstechnik arbeitet mit dem Atem, einer Rechts-Links-Stimulation des Gehirns und inneren Bildern. Entwickelt wurde diese Technik von Horst Kraemer

Er ist Spezialist für Traumaforschung,  Traumatherapie  und Burnoutbehandlung. Horst Kraemer stammt aus der Schweiz und bei ihm habe ich auch Kurse belegt.

Ich bin durch eigene Betroffenheit auf die Technik der Neuroimagination® gestoßen und habe bei Horst Kraemer ein Intensivcoaching besucht. Nach einer Trennung und Scheidung war ich total erschöpft.  Im Beruf habe ich funktioniert, ansonsten bin ich aufgestanden und war schon nach dem Frühstück energielos. Dieser Zustand zog sich über Monate hinweg und ich habe alles Mögliche und Unmögliche ausprobiert. Ich habe einen Heiler aufgesucht, mehr Sport betrieben, Gallenreinigungen durchgeführt, bis ich das Buch von Horst Kraemer: „Soforthilfe bei Stress und Burnout: Neue Energie in wenigen Tagen“ gefunden habe. Dann bin ich aufgewacht. Nach drei Tagen Intensiv-Coaching bei ihm habe ich in den Spiegel geschaut und mir gedacht: „Du bist doch eine ganz attraktive Frau.“ Ich spürte wieder Kraft und Lebensfreude.

Nach kurzer Zeit habe ich die Ausbildung begonnen und mit Level 2 abgeschlossen. Dies ermöglicht mir, auch mit traumatisierten Leuten zu arbeiten. Ich biete Einzelcoaching und Gruppencoaching an. Im Gruppencoaching gehe ich differenzierter vor. Ziel meiner Arbeit ist, die Menschen wieder in ihre Kraft zu führen und mit einem klaren Kopf das Leben so gestalten, wie sich die Menschen das wünschen.

Dieses Coaching zeigte heilsame Wirkung für Menschen mit traumatischen Erlebnissen. Ich behandle Frauen, die vergewaltigt wurden, Personen mit Schlaganfall, Krebspatienten oder vor allem erschöpfte Menschen.

Betrachten wir ein Unfallerlebnis. Jeder Mensch verarbeitet dramatische Ereignisse unterschiedlich. Die Schwere des Unfalls mag nicht der entscheidende traumatische Auslöser sein. Der Betroffene denkt vielleicht, er hat das Ereignis verarbeitet, aber die Schmerzen sind noch da. Dann kommt z.B. ein Streitgespräch mit dem Chef dazu und das blockiert das Gehirn zusätzlich. Um wieder schmerzfrei zu sein und die eigene Kraft zu spüren, muss erst der Schockzustand im Gehirn aufgelöst werden.

Wie machen sich Schock und Stress körperlich bemerkbar?

Schock- oder Stresszustände erhöhen den Cortisolspiegel. Dies wiederum blockiert die elektrischen Impulse auf die Synapsen. Wenn Cortisol die Verbindung staut, können die Nerven die Informationen nicht transportieren. Die Experten nennen diesen Zustand, wenn die Nervenzellen nicht mehr kommunizieren, Neuro Stress Fragmentierung. Umgangssprachlich ausgedrückt heißt das, die Nervenzellen reden nicht mehr miteinander. Die einzelnen Areale im Gehirn sind verschlossen und der betroffene Mensch hat keinen Zugang zu seinen Ressourcen. Er funktioniert nur noch eingeschränkt.

Wenn der Cortisolspiegel zu hoch ist, fällt das Immunsystem ab. Krebs ist eine Krankheit, die auf ein geschwächtes Immunsystem zurückzuführen ist. Einige Krebspatienten sagen, sie hätten sich längere Zeit überfordert.

Cortisol ist sehr leicht im Speichel nachzuweisen und wird relativ langsam abgebaut, durch Sport geschieht dies schneller. Es ist wichtig, auf der kognitiven Ebene darüber Bescheid zu wissen, was ein erhöhter Cortisolspiegel im Gehirn und im Körper für Schäden anrichtet. Erschöpfte Menschen denken oft, sie müssen sich noch mehr anstrengen und dann wird alles gut. Stress ist ein neurobiologisches Phänomen und ist nicht mit dem Willen steuerbar. Anstrengung ist also zwecklos, eher kontraproduktiv.

Stress ist ein Thema, das bei vielen Menschen zusätzlich Angstzustände verursacht.

Wie sieht eine Therapie aus, die auf Neuro-Resilienz basiert?

Meistens beginnt meine Therapie mit ein paar einfachen Körperübungen. Erstmal ein- und ausatmen, damit sich der Körper entspannen kann. Dann beginne ich mit dem Mentaltraining. Das sieht so aus: Wir takten mit dem  Daumen und dem Zeigefinger abwechselnd rechts und links und dazu werden positive Bilder imaginiert. Damit werden die beiden Gehirnhälften aktiviert und stimuliert und über die positiven Bilder stellen sich angenehme Gefühle ein. Bei der Taktung geschieht im Gehirn ein vergleichbarer Prozess wie in den REM-Phasen im Schlaf. In dieser Phase werden auch beide Gehirnhälften ausgeglichen.

Die Taktung erfolgt im Zustand des wachen Bewusstseins und wird die ganze Übungszeit beibehalten. Desweiteren bitte ich die Klienten, sich eine Situation aus der Vergangenheit vorzustellen, in der sie sich wohlgefühlt haben. Dabei frage ich alle fünf Sinne ab: Was haben sie gesehen, wie hat ein bestimmter Gegenstand oder das Essen gerochen, welchen Geschmack verspürten sie im Mund, welche Gefühle haben sie empfunden, wie hat sich die Haut angefühlt.

Durch diese Imagination, gleichzeitig verbunden mit der Taktung, werden die Sinne aktiviert und alle neuronalen Netzwerke, die genau mit einer positiven Erfahrung verbunden sind. Dann lade ich die Klienten ein, das positive Gefühl aus der Vergangenheit herüber zu holen in den Jetztkörper. Wenn die Menschen diese Technik regelmässig anwenden, sind sie sehr schnell in einem Zustand des Wohlbefindens.  Ein Hormoncocktail  wird ausgeschüttet, der positive Gefühle, wie Vertrauen, Zuversicht, Sicherheit, Geborgenheit und Liebe auslöst.

Wie findet nun die Heilung statt?

Zuerst fällt es manchen Leuten schwer, einen positive Erfahrung aus der Vergangenheit zu finden, oder sie finden sogar mehrere positive Bilder und können sich nicht entscheiden. Mit jeder Übung fällt es leichter, sich auf eine bestimmte Imagination einzulassen, das ist meine Erfahrung.

Wenn wir diesen Punkt erreicht haben, dass sie das erste Mal dieses Gefühl der Wohlbefindens gespürt haben, baue ich mit den Menschen ein positives Bild in der Zukunft auf. „Wo möchten Sie sein in der Zukunft? – Wie möchten Sie in der Zukunft leben?“ das ist meine Frage. Ich steuere nicht viel, ich lasse es offen, die Menschen sollen wieder selbst anfangen, ihre Gedanken zu steuern. Gerade in einer Stresssituation kann dann so ein positives Bild helfen, handlungsfähig zu bleiben und einen klaren Kopf zu behalten.

Ein Beispiel: Ich hatte eine Kundin mit extremen Schlafstörungen. Mit ihr habe ich eine bestimmte Schlafimagination durchgeführt. Nach drei Terminen hat sie wieder geschlafen. Sie konnte sich nun auf das bevorstehende Gespräch mit ihrer Chefin vorbereiten. Wir haben ein Bild aufgebaut, in dem sie sich vorstellte, wie dieses Gespräch positiv verlaufen könnte.  Durch solch eine Imagination werden Nervennetzwerke im Gehirn gebildet, die sich verankern können. Der Blick auf das Leben verändert sich, Lösungsmöglichkeiten werden wieder sichtbar. Und diese Kundin konnte dann ein erfolgreiches Gespräch mit ihrer Chefin führen, welches sie anfangs total ablehnte.

Wann steht ein Mensch kurz vor dem Burn-out?

Der Körper weiß es ganz genau. Man schläft schlechter, es zeichnet sich eine diffuse Schmerzsymptomatik ab, der Rücken oder andere Körperteile schmerzen. Man kann nicht mehr abschalten nach der Arbeit, grübelt ständig, konzentriert sich immer schlechter und wird gereizter. Es findet eine Persönlichkeitsveränderung statt. Die Umwelt nimmt es wahr. Nur der Betroffene selbst kann in einer bestimmten Phase des Burnout-Prozesses die eigene Veränderung nicht mehr kritisch reflektieren. Er ist nicht mehr erreichbar, somit muss der Körper ein heftiges Symptom schicken, damit der Mensch aufwacht.

Was würdest Du den Leuten empfehlen?

Auf den Körper zu hören, der Körper gibt die richtigen Signale. Der Kopf ist ein schlechter Ratgeber. Außerdem ist es wichtig, für genügend Erholung zu sorgen, denn Burnout ist die Folge einer gestörten Entspannungsfähigkeit.

Mehr Informationen über Brigitte Hettenkofer und zum Thema Stressabbau gibt es auf www.neuroresilienz oder www.brigittehettenkofer.de zu sehen.

Brigitte Hettenkofer unterstützt Menschen mit der innovativen Mentaltechnik, fit und gesund im Job zu bleiben oder wieder zu werden.

Anna Roth ist Personal Development Coach, Seelenortfinderin, AstroCoach und Autorin und Bloggerin für Huffington Post UK.

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In diesem Interview geht es um unser Gehirn, genauer gesagt um die richtige Taktung. Brigitte Hettenkofer von www.neuroresilienz.de erzählt uns, was es damit auf sich hat was es damit auf sich hat und wie hilfreich es bei Stressabbau sein kann.

Anna Roth_BrigitteHettenkofer

Brigitte, was bedeutet genau „Neuro-Resilienz“?

Das Wort „Neuro“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Nerv“. Resilienz beschreibt die innere Widerstandskraft. „NeuroResilienz“ bedeutet also mentale Widerstandskraft.

Die Neuroresilienz hilft Menschen, wieder in ihre geistige Stärke zu kommen und wird mit der körpergestützten Mentaltechnik Neuroimagination® hergestellt. Diese ganzheitliche Entstressungstechnik arbeitet mit dem Atem, einer Rechts-Links-Stimulation des Gehirns und inneren Bildern. Entwickelt wurde diese Technik von Horst Kraemer

Er ist Spezialist für Traumaforschung,  Traumatherapie  und Burnoutbehandlung. Horst Kraemer stammt aus der Schweiz und bei ihm habe ich auch Kurse belegt.

Ich bin durch eigene Betroffenheit auf die Technik der Neuroimagination® gestoßen und habe bei Horst Kraemer ein Intensivcoaching besucht. Nach einer Trennung und Scheidung war ich total erschöpft.  Im Beruf habe ich funktioniert, ansonsten bin ich aufgestanden und war schon nach dem Frühstück energielos. Dieser Zustand zog sich über Monate hinweg und ich habe alles Mögliche und Unmögliche ausprobiert. Ich habe einen Heiler aufgesucht, mehr Sport betrieben, Gallenreinigungen durchgeführt, bis ich das Buch von Horst Kraemer: „Soforthilfe bei Stress und Burnout: Neue Energie in wenigen Tagen“ gefunden habe. Dann bin ich aufgewacht. Nach drei Tagen Intensiv-Coaching bei ihm habe ich in den Spiegel geschaut und mir gedacht: „Du bist doch eine ganz attraktive Frau.“ Ich spürte wieder Kraft und Lebensfreude.

Nach kurzer Zeit habe ich die Ausbildung begonnen und mit Level 2 abgeschlossen. Dies ermöglicht mir, auch mit traumatisierten Leuten zu arbeiten. Ich biete Einzelcoaching und Gruppencoaching an. Im Gruppencoaching gehe ich differenzierter vor. Ziel meiner Arbeit ist, die Menschen wieder in ihre Kraft zu führen und mit einem klaren Kopf das Leben so gestalten, wie sich die Menschen das wünschen.

Dieses Coaching zeigte heilsame Wirkung für Menschen mit traumatischen Erlebnissen. Ich behandle Frauen, die vergewaltigt wurden, Personen mit Schlaganfall, Krebspatienten oder vor allem erschöpfte Menschen.

Betrachten wir ein Unfallerlebnis. Jeder Mensch verarbeitet dramatische Ereignisse unterschiedlich. Die Schwere des Unfalls mag nicht der entscheidende traumatische Auslöser sein. Der Betroffene denkt vielleicht, er hat das Ereignis verarbeitet, aber die Schmerzen sind noch da. Dann kommt z.B. ein Streitgespräch mit dem Chef dazu und das blockiert das Gehirn zusätzlich. Um wieder schmerzfrei zu sein und die eigene Kraft zu spüren, muss erst der Schockzustand im Gehirn aufgelöst werden.

Wie machen sich Schock und Stress körperlich bemerkbar?

Schock- oder Stresszustände erhöhen den Cortisolspiegel. Dies wiederum blockiert die elektrischen Impulse auf die Synapsen. Wenn Cortisol die Verbindung staut, können die Nerven die Informationen nicht transportieren. Die Experten nennen diesen Zustand, wenn die Nervenzellen nicht mehr kommunizieren, Neuro Stress Fragmentierung. Umgangssprachlich ausgedrückt heißt das, die Nervenzellen reden nicht mehr miteinander. Die einzelnen Areale im Gehirn sind verschlossen und der betroffene Mensch hat keinen Zugang zu seinen Ressourcen. Er funktioniert nur noch eingeschränkt.

Wenn der Cortisolspiegel zu hoch ist, fällt das Immunsystem ab. Krebs ist eine Krankheit, die auf ein geschwächtes Immunsystem zurückzuführen ist. Einige Krebspatienten sagen, sie hätten sich längere Zeit überfordert.

Cortisol ist sehr leicht im Speichel nachzuweisen und wird relativ langsam abgebaut, durch Sport geschieht dies schneller. Es ist wichtig, auf der kognitiven Ebene darüber Bescheid zu wissen, was ein erhöhter Cortisolspiegel im Gehirn und im Körper für Schäden anrichtet. Erschöpfte Menschen denken oft, sie müssen sich noch mehr anstrengen und dann wird alles gut. Stress ist ein neurobiologisches Phänomen und ist nicht mit dem Willen steuerbar. Anstrengung ist also zwecklos, eher kontraproduktiv.

Stress ist ein Thema, das bei vielen Menschen zusätzlich Angstzustände verursacht.

Wie sieht eine Therapie aus, die auf Neuro-Resilienz basiert?

Meistens beginnt meine Therapie mit ein paar einfachen Körperübungen. Erstmal ein- und ausatmen, damit sich der Körper entspannen kann. Dann beginne ich mit dem Mentaltraining. Das sieht so aus: Wir takten mit dem  Daumen und dem Zeigefinger abwechselnd rechts und links und dazu werden positive Bilder imaginiert. Damit werden die beiden Gehirnhälften aktiviert und stimuliert und über die positiven Bilder stellen sich angenehme Gefühle ein. Bei der Taktung geschieht im Gehirn ein vergleichbarer Prozess wie in den REM-Phasen im Schlaf. In dieser Phase werden auch beide Gehirnhälften ausgeglichen.

Die Taktung erfolgt im Zustand des wachen Bewusstseins und wird die ganze Übungszeit beibehalten. Desweiteren bitte ich die Klienten, sich eine Situation aus der Vergangenheit vorzustellen, in der sie sich wohlgefühlt haben. Dabei frage ich alle fünf Sinne ab: Was haben sie gesehen, wie hat ein bestimmter Gegenstand oder das Essen gerochen, welchen Geschmack verspürten sie im Mund, welche Gefühle haben sie empfunden, wie hat sich die Haut angefühlt.

Durch diese Imagination, gleichzeitig verbunden mit der Taktung, werden die Sinne aktiviert und alle neuronalen Netzwerke, die genau mit einer positiven Erfahrung verbunden sind. Dann lade ich die Klienten ein, das positive Gefühl aus der Vergangenheit herüber zu holen in den Jetztkörper. Wenn die Menschen diese Technik regelmässig anwenden, sind sie sehr schnell in einem Zustand des Wohlbefindens.  Ein Hormoncocktail  wird ausgeschüttet, der positive Gefühle, wie Vertrauen, Zuversicht, Sicherheit, Geborgenheit und Liebe auslöst.

Wie findet nun die Heilung statt?

Zuerst fällt es manchen Leuten schwer, einen positive Erfahrung aus der Vergangenheit zu finden, oder sie finden sogar mehrere positive Bilder und können sich nicht entscheiden. Mit jeder Übung fällt es leichter, sich auf eine bestimmte Imagination einzulassen, das ist meine Erfahrung.

Wenn wir diesen Punkt erreicht haben, dass sie das erste Mal dieses Gefühl der Wohlbefindens gespürt haben, baue ich mit den Menschen ein positives Bild in der Zukunft auf. „Wo möchten Sie sein in der Zukunft? – Wie möchten Sie in der Zukunft leben?“ das ist meine Frage. Ich steuere nicht viel, ich lasse es offen, die Menschen sollen wieder selbst anfangen, ihre Gedanken zu steuern. Gerade in einer Stresssituation kann dann so ein positives Bild helfen, handlungsfähig zu bleiben und einen klaren Kopf zu behalten.

Ein Beispiel: Ich hatte eine Kundin mit extremen Schlafstörungen. Mit ihr habe ich eine bestimmte Schlafimagination durchgeführt. Nach drei Terminen hat sie wieder geschlafen. Sie konnte sich nun auf das bevorstehende Gespräch mit ihrer Chefin vorbereiten. Wir haben ein Bild aufgebaut, in dem sie sich vorstellte, wie dieses Gespräch positiv verlaufen könnte.  Durch solch eine Imagination werden Nervennetzwerke im Gehirn gebildet, die sich verankern können. Der Blick auf das Leben verändert sich, Lösungsmöglichkeiten werden wieder sichtbar. Und diese Kundin konnte dann ein erfolgreiches Gespräch mit ihrer Chefin führen, welches sie anfangs total ablehnte.

Wann steht ein Mensch kurz vor dem Burn-out?

Der Körper weiß es ganz genau. Man schläft schlechter, es zeichnet sich eine diffuse Schmerzsymptomatik ab, der Rücken oder andere Körperteile schmerzen. Man kann nicht mehr abschalten nach der Arbeit, grübelt ständig, konzentriert sich immer schlechter und wird gereizter. Es findet eine Persönlichkeitsveränderung statt. Die Umwelt nimmt es wahr. Nur der Betroffene selbst kann in einer bestimmten Phase des Burnout-Prozesses die eigene Veränderung nicht mehr kritisch reflektieren. Er ist nicht mehr erreichbar, somit muss der Körper ein heftiges Symptom schicken, damit der Mensch aufwacht.

Was würdest Du den Leuten empfehlen?

Auf den Körper zu hören, der Körper gibt die richtigen Signale. Der Kopf ist ein schlechter Ratgeber. Außerdem ist es wichtig, für genügend Erholung zu sorgen, denn Burnout ist die Folge einer gestörten Entspannungsfähigkeit.

Mehr Informationen über Brigitte Hettenkofer und zum Thema Stressabbau gibt es auf www.neuroresilienz oder www.brigittehettenkofer.de zu sehen.

Brigitte Hettenkofer unterstützt Menschen mit der innovativen Mentaltechnik, fit und gesund im Job zu bleiben oder wieder zu werden.

Anna Roth ist Personal Development Coach, Seelenortfinderin, AstroCoach und Autorin und Bloggerin für Huffington Post UK.

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